„Der Schulweg liegt nach der bayerischen Rechtslage in der Verantwortung der Eltern.“ In einer derzeit in Überarbeitung befindlichen Bekanntmachung der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft und Kunst (27.2.1989) werden die Schulen darum gebeten, Elternversammlungen einzuberufen. „Zu diesen Veranstaltungen können Moderatoren der Landesverkehrswacht Bayern e.V. und des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs e.V. (ADAC) eingeladen werden, die in das Schulwegtrainingsprogramm für Schulanfänger `Kinder als Fußgänger` einführen.“ Hier „können... Gefahrenpunkte auf dem Schulweg und ihre Beseitigung (angesprochen werden).“

 

In weiteren Bekanntmachungen (15.5.2003) zur Sicherheit auf dem Schulweg steht unter „Ausgangslage“ ein einziger bemerkenswerter und nachweisbar falscher Satz: „Als häufigste Unfallursachen sind zu nennen... bei Fußgängern - falsches Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn, - Spielen auf der Fahrbahn.“ Hauptursache bei Fußgängerunfällen ist nach der Statistik das Fehlverhalten von Autofahrern, Unfallursache Nummer 1 ist dabei die unangemessen hohe Geschwindigkeit.

 

„Eine rechtliche Regelung (für die Erstellung von Schulwegplänen) gibt es nicht, also auch keine Verpflichtung der einzelnen Schule, einen solchen Plan zu erstellen. Viele Schulen, besonders solche mit kritischen Verkehrssicherheitssituationen, erstellen solche Pläne...“ Das Kultusministerium hat keine Hilfen für die Erstellung von Schulwegplänen erstellt.