Im Runderlass des Kultusministeriums (vom 10. Juli 1995) ist vermerkt:

„Die Richtlinien der Grundschule verpflichten darüber hinaus zur Erstellung von Schulverkehrsplänen als Teil des Schulprogramms.“ Das aber wurde nicht beigefügt.

Unklar ist, ob der Runderlass „Schulwegsicherung und Beförderung von Schülern“ (vom 5.7.1982) in der gültigen Fassung noch immer den Passus enthält:
1. Schulwegpläne
Zur Sicherheit der Schüler auf dem Schulweg sollten Schulwegpläne mindestens dort aufgestellt werden, wo sich für die Kinder gefährliche Situationen ergeben können. Die Schulwegpläne werden von der Straßenverkehrsbehörde in Zusammenarbeit mit dem Schulträger, den betreffenden Schulen, der Kreispolizeibehörde und der Verkehrswacht erstellt.“
Eigentlich dürfte das nicht der Fall sein, da es im Gegensatz zur oben angegebenen Verpflichtung nur eine Kann-Bestimmung war. Es ist also anzunehmen, dass es in Nordrhein-Westfalen zwischen den beiden Umfragen eine Entwicklung zu einer verbindlichen Regelung gab.

Interessant ist die Definition des Begriffs „Schulweg“ aus den Verwaltungsvorschriften zur Schülerkostenverordnung (8.Juli 2003) des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Schulweg im Sinne dieser Verordnung ist der kürzeste Weg (Fußweg) zwischen der Wohnung des Schülers und der nächstgelegenen Schule oder dem Unterrichtsort.“ Das sollte man über viele Schulwegpläne schreiben, die eher „Schülerumwege-Pläne“ sind.