Im Erlass „Maßnahmen zur Schulwegsicherung“ (vom 18.4.10991) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein wurde den Schulwegplänen eine eigene Rubrik gewidmet:

„Auf der Grundlage eines Schulkonferenzbeschlusses (§92 Abs.1 Nr. 21 SchulG) fertigt die Schulleiterin oder der Schulleiter in Zusammenarbeit mit dem Schulelternbeirat, den Polizeiverkehrslehrerinnen und -lehrern, den jeweils zuständigen Polizeidienststellen und den Kommunalbehörden einen Schulwegplan und aktualisiert ihn ggf. jährlich. Die Erfahrungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern sind zu berücksichtigen.
Der Schulwegplan ist den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern zum Schuljahresbeginn und nach Bedarf zu erläutern und auch zum Gegenstand von Elternversammlungen zu machen. Die Schülerinnen und Schüler der Anfangsklassen sind in geeigneter Weise mit dem für sie sicheren Schulweg und den Gefahrenpunkten vertraut zu machen.“

Schleswig-Holstein ist das einzige Bundesland, in dem es einen Erlass des Ministeriums für Wirtschaft, Technik und Verkehr (vom 18. April 1991) „Maßnahmen zur Schulwegsicherung“ gibt, in dem bauliche Maßnahmen mit Hinweisen auf die finanzielle Förderung aufgelistet werden. Hier wurden u.a. „neuere Untersuchungen“ berücksichtigt, nach denen Fußgängerüberwege häufiger auch zur Schulwegsicherung eingesetzt werden sollen. Intereressanterweise ist ein Satz der 1994 verschickten Fassung mit den gleichen Quellenangaben in der jetzt verschickten Version verschwunden: „Vor Schulen mit Primarstufe sind sie allerdings zu vermeiden, weil Primarschüler häufig noch nicht über ausreichende Erfahrung im Verkehr verfügen und damit schlecht in der Lage sind, sich beim Benutzen der Fußgängerüberwege mit den Fahrzeugführern zu verständigen.“